Der Neue Rahmen
Nicht zuletzt hat auch der FC Bayern München mit meinem neuen Rahmen zu tun,
denn Herr Werner Juchem ist ein Fan unseres Vorzeige-Clubs und kommt mehr oder
weniger
regelmäßig zu den Heimspielen in die Allianz Arena.
Gut für mich, denn auf dem Weg dorthin war es nur
ein kleiner Umweg zu mir und ich konnte
meine Idee mit dem anerkannten Alu-Rahmenbauer besprechen. Weil es unter
Technikern nicht ohne
Zeichnung geht habe ich diese Skizze gemacht:

Der wesentliche Unterschied zu einem Standardrahmen ist die
"extrem" lange Kettenstrebe und der höher gelegte
Verbindungspunkt am Sattelrohr.
Dies schafft den Montageraum für den Motor hinter dem Tretlager ohne
Bodenfreiheit zu verlieren.
Das Sattelrohr hat eine Neigung von 60 Grad statt der sonst üblichen 74 Grad,
d.h. der Tretwinkel ist deutlich kleiner.
So entsteht eine Geometrie, ähnlich der von Cruiser-Rädern, die es ermöglicht im
Sattel sitzend mit beiden
Beinen den Boden zu erreichen und Opa kommt "zum sicheren Stand" und die
Tretlänge verkleinert sich nicht
im Vergleich zum Standardrad. Allerdings verlängert diese Geometrie das
Oberrohr. Deshalb verwende ich einen
kurzen Vorbau und einen gebogenen Tourenlenker mit 63 cm Breite um die leicht
gebeugte Fahrhaltung zu erreichen.
Auch ohne besondere Überredungskünste war Herr Juchem
bereit mir dieses "Ding" zu bauen, zum Standardpreis
seiner Serie 2 Rahmen von 790,-€ samt der geschweißten Motorgrundplatte mit
Rohloff-Ausfallenden und Seiten-
ständer-Halteplatte.
Zwei Bayern-Heimspiele später kam die Lieferung, frei Haus, millimetergenau und pulverbeschichtet, perfekt!

Alle Details wie abgesprochen, hier die Montageplatte:
der vormontierte Ritchey-Steuerlagersatz:
Rohloff-Ausfallenden und Bremssattelhalterung:
Da kommt Freude auf und die Montage konnte beginnen!
W. Steinhart, im Dezember 2007